Alexander von Wiedenbeck | Memorial to the murdered jews
Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, ein Mahnmal, über welches in der Öffentlichkeit bereits mehrfach kontrovers diskutiert wurde. Sei es ob der Sinn und Zweck gerechtfertigt ist im Verhältnis zu den enorm hohen Baukosten. Das Design, die Architektur die Sache selbst genug auf den Punkt bringt oder ob die laufenden Kosten, sowie die auftretenden Sanierungskosten zu exorbitant sind, es spaltet die Meinung der Kritiker. Einer der prominentesten Kritiker, Henryk M. Broder sagte über das Mahnmal: "Mit dem bereitgestellten Geld hätte man vielen Überlebenden (des Holocaust), die heute in Polen, Tschechien und woanders am Existenzminimum leben, wirklich helfen können“. Womit er nicht ganz unrecht hat...
Alexander von Wiedenbeck, Photography, Fotografie, Reportage, Charity, Leica, das Wesentliche, Essentials, Berlin, Memorial, Jews
1708
post-template-default,single,single-post,postid-1708,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,paspartu_enabled,paspartu_on_bottom_fixed,vss_responsive_adv,qode-content-sidebar-responsive,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-10.1.1,wpb-js-composer js-comp-ver-5.0.1,vc_responsive

Memorial to the murdered jews

Alexander von Wiedenbeck - Fashion and Reportage Photography

Denkmal für die ermordeten Juden Europas

 

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, ein Mahnmal, über welches in der Öffentlichkeit bereits mehrfach kontrovers diskutiert wurde. Sei es ob der Sinn und Zweck gerechtfertigt ist im Verhältnis zu den enorm hohen Baukosten. Das Design, die Architektur die Sache selbst genug auf den Punkt bringt oder ob die laufenden Kosten, sowie die auftretenden Sanierungskosten zu exorbitant sind, es spaltet die Meinung der Kritiker. Einer der prominentesten Kritiker, Henryk M. Broder sagte über das Mahnmal: „Mit dem bereitgestellten Geld hätte man vielen Überlebenden (des Holocaust), die heute in Polen, Tschechien und woanders am Existenzminimum leben, wirklich helfen können“. Womit er nicht ganz unrecht hat…

… doch was gibt es jetzt und hier noch wirklich zu diskutieren, es ist hier, es wurde realisiert und nun müssen oder dürfen wir damit leben. Und das machen nicht wenige, das Denkmal zwischen dem Brandenburger Tor und dem Potsdamer Platz ist eines der am meisten frequentierten Denkmäler in Berlin. Auch ich darf gestehen, dass wenn mich meine Wege daran vorbeiführen, ich immer auch gerne einen Schritt hinein wage. Ob es nun die besondere Akustik in der Mitte des Denkmals ist, oder die faszinierend präzise und durchdachte Anordnung der Stelen.

Ein Umstand, der aktuell wieder zu großer Diskussion führt aufgrund seiner enormen Kosten, sind die Beschädigung von nahezu 2.000 der Stelen, welche durch enorme Temperaturunterschiede zwischen Licht und Schatten, brüchig werden. Ich finde diesen Umstand jedoch alles andere als unschön, ganz im Gegenteil, finde ich es eine schöne und passende Tatsache, dass dadurch die Vergänglichkeit, die Zeit symbolisiert wird. Wie könnte die Welt je in Frieden leben, wenn die Schuldfrage nach Täter und Opfer auf ewig im Raum stehen bleibt? Wenn ich mir die Zukunft vorstelle, sei es in hundert, zweihundert oder in tausend Jahren, so sollte es den kommenden Generationen erlaubt sein zu vergeben bzw. sich nicht mit Gräueltaten belasten zu müssen, welche viele Generationen zurück liegen. Unabhängig Ihrer Religion, Ihrer ethnischen Herkunft, sollte es der Welt, den Menschen, eines Tages erlaubt sein, als ein Volk zusammen zu leben… in Frieden!

Alexander von Wiedenbeck - Fashion and Reportage Photography
Alexander von Wiedenbeck - Fashion and Reportage Photography
Alexander von Wiedenbeck - Fashion and Reportage Photography